Trainingslager Lanzarote 2009
Auf zum Wintertraining nach Lanzarote
Bei minus 14°C musste sogar erst mal der Flieger auf dem Kölner Flughafen enteist werden und somit hatten wir schon 1,5 Stunden Verspätung beim Start. Wir sind Christian, ein ambitionierter MTB Fahrer und ich wollten der Kälte entfliehen. Der anschließende Flug verlief sehr ruhig und dank einer Mitreisenden konnten wir noch im Flieger sitzend ein Taxi für das umfangreiche Gepäck, bestehend aus Rennrad, Handbike im großen Flightcase, 2 Koffer, ein wenig Handgepäck plus Christian und ich, bestellen. Ein netter deutscher der seit 10 Jahren auf der Insel lebt und sich mit Taxi fahren ein wenig hinzuverdient.
Die 19°C am Ankunftstag fühlten sich weitaus besser an als unsere heimischen Temperaturen.
Ich buchte das gleiche Hotel wie 2008, hier war ich mit dem Service und der Betreuung rundherum zufrieden. Nun hieß es Bikes auspacken, hierbei war ich dank meines Flightcase schnell fertig und konnte mich schon ein wenig im Hotel umschauen. Den einen oder anderen Gast erkannte ich aus dem letzten Jahr, auch beim Personal hatte sich nichts geändert. Am Abend verabredeten wir uns mit meinem Trainingspartner Ulli Freitag, mit dem ich auch 2008 meine Trainingskilometer abspulte, für 11 Uhr an seinem Hotel.
Nach reichhaltigem Frühstück, vor allem Christian mit seinen 8-10 Eiern, machten wir uns auf den Weg zu Ullis Hotel. Dort angekommen warteten wir einen kurzen Moment auf Ulli, nach kurzer Begrüßung konnte es losgehen. Zuerst eine unserer allseits beliebten Einführungsrunden um eventuell noch andere Fahrer zu treffen und danach Richtung Yaiza, schnell stellten wir fest das in diesem Jahr der Wind etwas stärker als gewohnt blies. Christian war mit seinem Rennrad natürlich bei uns ein wenig unterfordert, so riss er das ein oder andere Mal aus um auch seinem Training gerecht zu werden. Am ersten Tag legten wir gleich über 80 Kilometer zurück und Christian konnte sich bei seinem ersten Aufenthalt auf Lanzarote ein Bild von der Insel machen. Am Nachmittag das Übliche, Duschen oder Baden, ein wenig Ruhe und ab zum Abendessen. Das reichhaltige Buffet konnte nur Christian so richtig genießen, denn er konnte es sich erlauben und ich musste doch eher Kalorien zählen da ich in der Winterpause ein wenig zugenommen hatte. Am Abend ging es zur Bar um den Tag ausklingen zu lassen.
So sollte nun jeder weitere Tag sich abspielen, nach 4 Trainingstagen einen Ruhetag an dem wir uns das kleine Dorf Playa Blanca anschauten und mir am Abend die Schultern von der langen Strecke im Rollstuhl schmerzten.
Am Abend kamen wir mit einer jungen Frau ins Gespräch, die auch schon im letzten Jahr Radtouren auf dem Rennrad unternahm, wir verabredeten uns für den nächsten Tag. Nachdem wir Ulli abgeholt hatten ging es auf eine Tour durch die Feuerberge. Jetzt hatte auch Christian einen fast gleichwertigen Trainingspartner, Pascale so hieß die neue Begleitung fuhr regelmäßig Rennrad und nahm auch am Triathlon teil. Die Tour stellte sich im Gegensatz zum letzten Jahr als ein wenig schwerer dar, der Wind hatte noch weiter zugenommen und ließ uns keine Atempause. Im Hotel wieder angekommen zeigte der Tacho schon über 90 Kilometer.
Ab sofort begleitete Pascale uns bis zu ihrer Abreise nun täglich bei unseren Touren.
Am 6 oder 7 Trainingstag fuhren Christian und ich eine 47 Kilometer Einführungsrunde über den kleinen Ort El-Golfo bevor wir Ulli am Hotel abholten. Auch für diesen Tag waren die Feuerberge geplant und ich hatte am Ende des Tages 132 Kilometer auf der Uhr.
Für den nächsten Tag hatte Ulli einen Trip nach Lasanta geplant, was er mir jedoch verschwiegen hatte es ging dort hin die letzten 9 Kilometer stetig bergab. Runter kein Problem, doch hoch musste man ja auch wieder. Eigentlich wollte ich mir ein Taxi bestellen, doch Christian meinte - alles nur Kopfsache -. Ich hatte doch noch zusätzliches Gewicht an Bord, womit ich auch regelmäßig von den anderen gehänselt wurde. Dein Bauch schleift doch an den Kurbeln und noch andere Gemeinheiten, aber damit musste ich leben. Nach kurzer Unstimmigkeit mit Christian dachte ich mir probier es doch einfach und zeig es den anderen. Christian hatte Recht, es ist alles nur Kopfsache, 110 Kilometer mit 1150 Höhenmetern.
Die 14 Tage vergingen leider wie im Flug und es stand die Abreise für Christian und mich an, Ulli durfte noch eine Woche bleiben.
Meine Fazit: ein wenig Wind mehr als im letzten Jahr, 2 Tage Regenpause, 41,5 Stunden im Bike verbracht, wieder sehr nette Leute kennen gelernt und viel Spaß gehabt.
Ich hoffe ich kann die Insel im nächsten Jahr mit Handbike wieder besuchen.
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