EHC-Lobbach 2011

08.08.2011- Leider erst mein zweites EHC Rennen in dieser Saison. Durch einen Krankenhausaufenthalt konnte ich in Louny nicht starten und das Schweizer Rennen war Termingleich mit Görlitz.  

Ich reiste zusammen mit meiner Frau trotz der schlechten Wettervorhersage am Vortag an. Wir hatten wie die meisten in der Sauer Stiftung direkt in Lobbach eingecheckt. Am Abend trafen wir uns beim Italiener zum Nudelessen und um über das Wetter und die anspruchsvolle Strecke zu diskutieren.

Zusammen mit Jörg Pieper fuhr ich die Strecke bei trockenem Wetter am nächsten Morgen ab. Die 5,3 km lange Strecke musste beim Rennen sieben Mal gefahren werden. Nach dem Start verlief die Strecke wellig bis zum Kreisel, danach weiter wellig bis zur 180° Wende und zurück zum Kreisel. Kurz vor Start und Ziel ging es links ab, kurz rechts und dem Anstieg vor der Sauer Stiftung hoch. Immerhin bis 8% Steigung mussten hier bewältigt werden und das sieben Mal, oh je. Oben angekommen rechts die 13% Abfahrt runter gefolgt von einer 90° Rechtskurve. Bei trockenen Straßenverhältnissen kein Problem, aber wenn es regnen sollte ist die Abfahrt nicht ohne. Jetzt noch mal Gas geben und die Runde ist geschafft.  Jörg und ich drehten noch eine zweite Runde und stellten die Bikes in der Tiefgarage ab. Das Rennen startete für uns MH 2 Fahrer erst um 18:40 Uhr, solch späte Starts sind nicht ganz meine Vorliebe aber da musste ich durch.
Nach einer Portion Nudeln zog ich mich auf das Zimmer zurück um mich noch ein wenig auszuruhen, denn die letzte Nacht hatte ich nicht besonders gut geschlafen.

Das erste Rennen startet pünktlich um 16:30 Uhr. Die MH3 Fahrer starteten ohne Probleme und zogen zügig weg. Es kam eine vierer Gruppe mit Bernd Jeffre, Thorsten Purschke,  Klaus Dolleschal und Patrick Gabriel als erstes zurück. Während des Rennens zogen die Wolken sich zu und ein heftiger Platzregen kam runter. Jetzt wurde die Abfahrt gefährlich, aber zum Glück passierte kein Unfall. Die Vierergruppe dominierte das Feld während des ganzen Rennens, und ´Bernd konnte das Rennen vor Thorsten knapp gewinnen. In der Zwischenzeit hatte ich mich umgezogen und mein Bike fürs Rennen vorbereitet. Beim warm fahren mit Michael Weiland bemerkte ich, dass ich vergessen hatte meinen Trinkrucksack mit Wasser aufzufüllen. Also schnell zurück in die Tiefgarage, zum Glück war Uta Pieper dort und konnte mir behilflich sein. Jetzt hieß es mich zu beeilen, schnell die Steigung hoch, die Abfahrt runter um nicht den Start zu verpassen. Der Rest des Starterfelds war schon anwesend und so blieb mir nur die letzte Startreihe.

Der Start erfolgte pünktlich und die ersten beiden Reihen zogen auf und davon. Dahinter verkeilten sich Bikes miteinander und es entstand ein riesiger Haufen wo sich keiner mehr ohne fremde Hilfe raus befreien konnte. Leider stellen sich  immer wieder Athleten, mit ihren Bikes neben die regulär aufgestellten Athleten und wenn es durch den Start-Ziel Bogen gehen soll ist halt zu wenig Platz da, hier sind die Veranstalter in die Pflicht zu rufen um ein solches Fehlverhalten zu unterbinden.
Da ich von der letzten Startreihe aus gestartet war konnte ich den Metallhaufen umfahren. Meine Gruppe mit der ich fahren wollte war schon ein wenig weg und ich musste alles geben um wieder ran zu fahren. Aber diese Situation kenn ich von anderen Rennen. Der Start ist am schwierigsten für mich, wenn es mal rollt kann ich das Tempo gut halten. Nach der 180° Wende waren wir zu fünft aber irgendwie harmonierte die Gruppe nicht und jeder führ irgendwie sein eigenes Rennen. Ich fuhr alleine und versuchte eine Dreiergruppe vor mir zu erreichen aber irgendwie kam ich nicht wirklich näher. Nach der Steigung an der Sauerstiftung war die Gruppe sogar außer Sichtweite, jedoch konnte ich bis zur 180° Wende wieder auf Sichtweite aufschließen und verlor den Anschluss wieder an der Steigung. Diese Steigung sieben Mal, da dachte ich schon an die Schmerzen am nächsten Tag. In der 4 Runde konnte ich zu Benjamin Strysack aufschließen und wir versuchten einigermaßen zusammen zu fahren. Wir kennen uns von anderen gemeinsam bestrittenen Rennen, aber auf dieser Strecke kamen wir zusammen klar. An den Anstiegen war er im Vorteil in den schnellen Passagen lag der Vorteil bei mir und so fuhr ich alleine davon. Ich wurde einmal überrundet und so war mein Rennen in einer Zeit von 01:18:36 nach sechs Runden zu Ende. Die Zeit reichte für Platz 28, nach Platz 50 in Rosenau war ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis.
Nach dem Rennen wurde noch ein wenig gefeiert und gegen 23:30 Uhr ging für mich der Tag zu Ende.

Ein dickes Lob geht an den Veranstalter, der eine tolle Veranstaltung auf einer anspruchsvollen Strecke auf die Beine gestellt hat. Ich denke der EHC wird gerne wieder in Deutschland zu Gast sein.

 

Fotos EHC Lobbach 2011